Kunstweg am Reichenbach
 
Kunstweg am Reichenbach

Timm Ulrichs

Timm Ulrichs
"gleich und gleich" 1989/99/2013, 3 Feldsteine, jeweils 25 x 50 x 42 cm

Timm Ulrichs

1940 geboren in Berlin
1959 – 66 Architektur-Studium an der Technischen Hochschule Hannover
1961 Gründung der "Werbezentrale für Totalkunst"
1972 – 2005 Professor an der Kunstakademie Münster
1977 documenta 6, Kassel
1977 Kritikerpreis für Bildende Kunst, Berlin
1985 Will – Grohmann - Preis der Akademie der Künste Berlin
2001 Niedersächsischer Staatspreis
2009 nfi – Preis für Kunst am Bau, Essen

Zeichen und Wunder der Natur: Begegnen wir eineiigen Zwillingen oder Drillingen, ist die Verwunderung groß, stellen sie doch unsere Begriffe von Identität und Individualität in Zweifel und lassen festlegende Definitionen zu allzu „dehnbaren Begriffen“ werden. Im Bereich des Künstlichen kennt man ja durchaus zum Verwechseln ähnliche (Massen-) Produkte, sieht im Gleichbleibenden gar ihre besondere Qualität – aber im Reich der „natürlichen“ Natur? Dass ein Ei dem anderen gleicht, mag bei oberflächlicher Betrachtung immerhin gelten, dies Gleichheitsprinzip trifft aber nicht zu für differenziertere Erscheinungs-formen der Natur - es sei denn, man helfe künstlich-manipulativ nach. Sah man je wachsende oder schrumpfende Steine, aufgereiht wie Matrjoschka-Puppen? Oder können Steine so sehr sich ähneln, dass der vergleichende Blick, der Merkmale von Einmaligkeit und Unterschiedlichkeit ausmachen möchte, sich erschöpft und scheitert wie der Hase im Wettlauf mit dem Swinegel? (Timm Ulrichs)