Kunstweg am Reichenbach
 
Kunstweg am Reichenbach

Leo Kornbrust

Leo Kornbrust
"Schwarzwaldgranit", 2009, 60 x 60 x 60 cm

Leo Kornbrust

1929 geboren in St. Wendel
1951-57 Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Toni Stadler (Meisterschüler)
1959 Villa Massimo, Rom
1971 Initiator des internationalen Bildhauer-Symposions in St. Wendel
1978 Berufung an den Lehrstuhl für Bildhauerei an der Kunstakademie München
1979 Initiator der "Straße der Skulpturen" in St. Wendel
1995 Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste, München
1998 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
2004 Initiator der "Straße des Friedens – Otto Freundlich Gesellschaft e.V."


Das Kernthema des Künstlers Leo Kornbrust ist der Mensch: Dessen Kopf oder Torso, dessen „Mitte“ (die vielen Skulpturen mit dem Titel „Innere Linie“ beziehen sich genau auf diese Mitte) und dessen Haltung. In diesem Sinne ist seine Arbeit gegenständlich, d.h. an Inhalte, an Sinngebungen, gebunden. Anfänglich figurativ, löst sich diese Figuration im Laufe der 60er Jahre in strengere, geometrischere Formen auf. Einmal sagte er, dass er gelernt hatte, „sich gegen die Natur zu stellen“. Hiermit bringt er zum Ausdruck, dass er sich damals seiner eigenen schöpferischen Kräfte bewusst geworden ist und er sich seitdem auf das für ihn Wesentliche konzentrieren kann.
Gleichzeitig fand noch ein weiteres Umdenken statt. Ursprünglich modellierte
Leo Kornbrust in Ton oder Gips, später aber arbeitete er zunehmend direkt mit dem Stein – aus Plastiken werden Skulpturen
(Textauszug) Cornelieke Lagerwaard