Kunstweg am Reichenbach
 
Kunstweg am Reichenbach

Hiromi Akiyama

Hiromi Akiyama
"Drei Kubikmeter, halbiert", 1986, Stahl, 300 x 100 x 100 cm

Hiromi Akiyama

1937 geboren in Hiroshima, Japan
1959 – 63 Studium an der Musashino Art University Tokyo, Japan
1965 Nika und Kan Preis, Tokyo, Japan
1966 – 68 Studium an der École Nationale des Beaux Arts, Paris
1978 Berufung an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
1981 Professur für Bildhauerei
1982 Preis des Künstlerbundes Baden-Württemberg, Karlsruhe
1983 Preis des Deutschen Künstlerbundes, Berlin
2012 nach langer Krankheit gestorben in Rheinzabern

Für die Steinskulpturen und die skulptural wirkenden Metallplastiken Akiyamas erscheint die Dialektik von Geschlossenheit und Offenheit, von Materialität und Leere konstitutiv, und zwar auf eine Weise, die dem analytischen Zugriff hartnäckig Widerstand leistet. Die bei flüchtiger Betrachtung einfach anmutenden Formsachverhalte sind in Wahrheit hochdifferenziert und darum schwer benennbar.
Die aus Corten-Platten konstruierte Arbeit verweist mit ihrem Titel "Drei Kubikmeter, halbiert" auf den konzeptionellen Ansatz der Formfindung und man muss ihn kennen, um die volumetrische Eigenart des gegenläufig diagonal beschnittenen Hohlprismas zu erfassen. Allerdings ist die elegante Wirkung des hochragenden Gebildes nur bedingt auf die Stützung durch dieses Wissen angewiesen.
(aus: Peter Anselm Riedl, Ausstellungskatalog Museum Heilbronn 1997)