Kunstweg am Reichenbach
 
Kunstweg am Reichenbach

Jörg Haberland


"natura morta", Stahl verzinkt, 105 x 50 x 1600 cm

Jörg Haberland

1958 geb. in Berlin
1981/82 Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Prof. Seitz u. Michael Lingner
1982 – 89 Studium Literatur- und Sprachwissenschaft, Universität Kiel
1984 – 89 Freie Kunst und Bildhauerei, Muthesius-Hochschule Kiel, Prof. Koblasa
1989 DAAD-Erasmus-Stipendium, Norwich School of Art & Design, UK
1991 USA-Stipendium des Kultusministeriums Schleswig-Holstein
1994/95 Jahresstipendium des Kultusministeriums Schleswig-Holstein
1997 ArtPace, San Antonio, USA
Preisträger Mercedes-Benz, Kiel
2007 Bayerisches Atelierstipendium

"Die Skulptur kann wie ein sprachlich-optisches Vexierspiel verstanden werden. Sie besteht aus den Buchstaben des Gattungsbegriffs natura morta aus der Malerei, also Stillleben, still life oder nature morte und ist somit auch eine Autopoesis. In dem Moment, wo die Skulptur Teil einer bestimmten Umgebung wird, unabhängig davon, ob man das Wort als Betitelung der jeweiligen Landschaft liest oder die Skulptur selbst betrachtet, hat sie sich selbst erschaffen, indem sie sich selbst referiert.
Durch den jeweiligen landschaftlichen Zusammenhang, in dem die Arbeit steht, kommt durch den Ausdruck natura morta ein sprachlicher Aspekt hinzu, der Fragen stellt: Was ist noch natürlich ? Gibt es eine unberührte Natur? Ist die landschaftliche Idylle eine Illusion?"