Kunstweg am Reichenbach
 
Kunstweg am Reichenbach

Angela M. Flaig

Angela M. Flaig
Holzkreis, verschiedene Holzsorten, Ø = 4 m x 0,5 m, 2006

Angela M. Flaig

1948 in Schramberg geboren
   
1966 - 70 Pädagogisches Studium Rottweil
   
1975 ab diesem Jahr künstlerisch tätig
   

Die in Hausen ob Rottweil lebende Künstlerin Angel M. Flaig nutzt für ihre Arbeiten Lebenszeichen und –spuren der Natur, greift den andauernden Prozess des Lebens auf und „reproduziert“ ihn als ihre Objekte und Materialbilder. So reibt sie aus Kiesel Farbe auf Papier, lässt Bleche in weißen Leinentüchern oxydieren und bannt einen Prozess und seine grafischen und malerischen Spuren in zarten Farben, Linien und Brüchen ins Tuch, sie hemmt den Flug von Flugsamen – sonst von kurzer Dauer -, formt sie zu Bildern und Schalen oder pinnt sie in Wände – zu neuem Flug und zur Saat bereit. Knospen lässt die Künstlerin zu Obstschalen erblühen, welche die Früchte ihres Blühens, Bestäubens, Wachsens und Reifens aufnehmen könnten. Wenn sie Steine auf Baumstümpfe legt, begegnen sich erdgeschichtliche Epochen: versteinertes und gefälltes Holz – Leben. Einen verkohlten Stock, dem Verbrennen, Verfall und Aschetod entrissen, an einer Schnur befestigt, vor weißes Papier gehängt, lässt sie zum Malstift für Neues, eine Kohlezeichnung, werden und macht darin den Zufall zum Prinzip. Letzte Erklärungen oder des Rätsels Lösung sind ihr fremd – was bleibt ist das Geheimnisvolle, das sich dem Betrachter mitteilt, der den Prozess des Werdens, den Fluss des Lebens und seine Spuren an einem Punkt der Entwicklung sehen, begreifen, verstehen will.
Die in Hausen ob Rottweil lebende Künstlerin Angel M. Flaig nutzt für ihre Arbeiten Lebenszeichen und –spuren der Natur, greift den andauernden Prozess des Lebens auf und „reproduziert“ ihn als ihre Objekte und Materialbilder. So reibt sie aus Kiesel Farbe auf Papier, lässt Bleche in weißen Leinentüchern oxydieren und bannt einen Prozess und seine grafischen und malerischen Spuren in zarten Farben, Linien und Brüchen ins Tuch.